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Geförderte Projekte Informationen zu den 2016 zur Förderung ausgewählten Projekten


Foto-Wettbewerb VielfaltDresden

Anne Härtel & Doreen Mehner, Gymnasium Dresden-Klotzsche

Als 2016 direkt neben dem Gymnasium Dresden-Klotzsche eine Flüchtlingsunterkunft entstand, kamen Ängste und Sorgen in dem Stadtteil auf, in dem Ausländer nur einen geringen Anteil hatten. Ein schulinternes Migrationsteam will Schülerinnen und Schüler auf eine „bunte, heterogene, pluralistische und globalisierte Welt“ vorbereiten. Ein Ansatz dafür ist ein Foto-Wettbewerb, der das Thema Vielfalt in Dresden veranschaulicht. Er dient nicht nur dazu, dass sich Schülerinnen und Schüler mit dem Thema kreativ auseinandersetzen, sondern schafft auch Vernetzung. Die Ausstellung mit begleitenden Veranstaltungen bietet Anlass, dass Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte mit anderen Akteuren aus dem Stadtteil, die sich um die Integration von Flüchtlingen kümmern, ins Gespräch kommen.

Foto-Wettbewerb mit anschließender (Wander-)Ausstellung und thematischem Begleitprogramm

Ziele und Zielgruppe des Projektes
Pegida in Dresden und der Bau einer Flüchtlingsunterkunft in direkter Nähe zu unserem Gymnasium, einhergehend mit einem geringen Ausländeranteil und -kontakt im Stadtteil führte auch bei uns in Dresden-Klotzsche zu diffusen, unsichtbaren Ängsten und Sorgen vor den Veränderungen, welche die Flüchtlingswelle in einem "Heile-Welt"-Stadtteil und an unserem dort gelegenen Gymnasium mit sich bringen könnte. Für uns ist das Anlass, mithilfe unseres schulinternen Migrationsteams im Schuljahr 2016/17 das Projekt VielfaltsDresden durchzuführen, sollten wir das Fördergeld des Deutschen Lehrerforums zugesprochen bekommen. Unser allgemeines Ziel im neu gegründeten Migrationsteam ist es, unsere SchülerInnen auf eine bunte, heterogene, pluralistische und globalisierte Welt vorzubereiten. Ein Foto-Wettbewerb innerhalb unserer Schulgemeinde oder auch für den ganzen Stadtteil könnte helfen, verschiedene Blickwinkel auf das Thema Vielfalt in Dresden zu veranschaulichen, um im Anschluss darüber mit SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und externen Partnern unserer Schule ins Gespräch zu kommen.

Durchführung
Für unser Projekt VielfaltsDresden ist es uns wichtig, bereits an der Schule existierende Einzelprojekte sowie Ganztagsangebote in diesem Schuljahr thematisch zu bündeln. Im Laufe des ersten Schulhalbjahres obliegt die Organisation des Foto-Wettbewerbs dem Migrationsteam, zu dem Doreen Mehner, Anne Härtel und unsere Schul-Sozialpädagogin Frau May gehören. Für eine gute Vernetzung ist die Zusammenarbeit mit dem GTA InterCulture und dem GTA Foto angedacht. Kriterien für den Foto-Wettbewerb müssen festgelegt, ein genauer zeitlicher Ablauf geplant, ein Komitee für den Wettbewerb gegründet werden.

Für das von uns angedachte Begleitprogramm während der Ausstellung haben wir vielerlei Ideen: Zur Vernissage könnten die besten Fotos prämiert und externe Gäste, zum Beispiel von der Bürger-Initiative "Brücken schaffen", die sich für die Integration von Flüchtlingen im Stadtteil einsetzt, eingeladen werden. Von der Deutsch-Fachkonferenz organisierte Lesungen (zum Beispiel "Krieg – Stell dir vor, er wäre hier" von Jane Teller ab Klasse 7 oder "Märchen aus aller Welt" für die 5. und 6. Klassen) und ein Schreibwettbewerb sind genauso denkbar, wie kleine Aufführungen des künstlerischen Profils der Klassen 8, 9 oder 10 (Theater, Film, musikalischer Abend etc.). Auch ein Film-Abend mit Diskussionsrunde und ein Zeitzeugengespräch mit Geflüchteten wurden vom GTA InterCulture vorgeschlagen. Die im vergangenen Schuljahr begonnene Zusammenarbeit mit dem Festspielhaus HELLERAU – Zentrum für europäische Künste kann in diesem Rahmen ausgebaut werden. Workshops mit Künstlern, die zur Zeit der Ausstellung im Festspielhaus engagiert sind, wären sicher passend. Die 14-tägige Ausstellungsphase soll mit einer Finissage enden, zu der eventuell der Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" an unsere Schule verliehen werden könnte, wofür sich Doreen Mehner gerade intensiv einsetzt.

Auch die Möglichkeit, die Foto-Ausstellung der prämierten Werke als Wanderausstellung zu konzipieren, haben wir diskutiert. So könnten auch andere Institutionen im Stadtteil in dieses Projekt eingebunden und eine größere Öffentlichkeit erreicht werden. Das Ortsamt und die Pfarrgemeinde sind für eine solche Ausstellung ebenso geeignet wie die Stadtteilbibliothek oder auch das gerade entstehende Flüchtlingsheim.

Voraussetzungen/Fördergeld
Wie bereits beschrieben, ist unser Projekt VielfaltsDresden so angelegt, dass Strukturen und Ideen, die an der Schule existieren genutzt und ausgebaut werden sollen. Personell sind die Voraussetzungen für die Organisation des Projektes gegeben. Für eine Realisierung besteht jedoch ein relativ großer finanzieller Bedarf. So möchten wir den Großteil des Fördergeldes für die Materialkosten der Fotoausstellung (Aufsteller, Fotopapier im Großformat, Entwicklung der Fotos) nutzen. Darüber hinaus sind Preise für die Gewinner des Foto-Wettbewerbs, Werbungskosten und Kosten für Filmgebühren zu berücksichtigen. Eventuell fallen kleinere Honorare für eingeladene Gäste an.

Wirkung/Ergebnis
Ein solches Projekt bringt SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern über Klassengrenzen hinaus zusammen. Wenn es uns gelingt, auch externe Partner zu gewinnen, ist die Wirkung aus dem Klassenzimmer in den Stadtteil hinein möglich und kann so dazu beitragen, der starken Polarisierung der Dresdner Bevölkerung ein Stück entgegen zu steuern. Durch die künstlerische Auseinandersetzung wird die Flüchtlingsthematik und Fragen des Zusammenlebens in einer pluralistischen Gesellschaft auf eine Weise angesprochen, die den SchülerInnen den Zugang zu diesem großen gesellschaftspolitischen Feld erleichtern soll. Wir erhoffen uns, dass durch das bewusste Auseinandersetzen mit der existierenden Vielfalt in Dresden die Öffnung für Andersartigkeit und Toleranz im Denken bei allen Beteiligten gestärkt wird.

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Foto: Martin Magunia/Deutsches Lehrerforum

Doreen Mehner (li.) und Anne Härtel
Foto: Martin Magunia/Deutsches Lehrerforum
 

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