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Geförderte Projekte Informationen zu den 2019 zur Förderung ausgewählten Projekten


Das Toleranzfestival der RBG Hildesheim

Christian Andreas & Martin Wincek, Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim

Zur Stärkung des Demokratie- und Toleranzverständnisses haben wir als Schule die Aufgabe, unsere Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, sich in demokratische und gesellschaftliche Prozesse aktiv einzubringen und für Ihre Werte zu streiten. Daher organisieren wir ein dreitägiges sog. Toleranzfestival, auf dem den ca. 10.000 Schülerinnen und Schüler aus der Region demokratische Werte, Konflikt- und Teamfähigkeit sowie Toleranz mithilfe von praxisnahen Workshops vermittelt werden.

Eingeladen werden alle UNESCO-Schulen Niedersachsens, alle Schulen Hildesheims (Stadt und Landkreis) und alle Gesamtschulen aus Hannover.

Im Zentrum der Podiumsdiskussion, die am ersten Veranstaltungstag stattfinden wird, stehen zentrale Fragen, die den pädagogischen Auftrag von Schule im Zusammenhang mit politischen Haltungen zur Diskussion stellen.

Am zweiten Tag des Festivals finden Workshops zum Thema Toleranz statt, die von insgesamt über 10.000 Schülerinnen und Schülern besucht werden. Das konkrete Ziel der Workshops liegt darin, zu zeigen, dass es wichtig ist, für eine demokratische Zivilgesellschaft einzustehen. Ein Highlight stellt das am Abend des 20. September 2019 stattfindende Konzert in der Volksbank-Arena dar, für welches wir Jan Delay gewinnen konnten. Neben ihm werden nicht nur weitere regionale Bands, sondern auch zwei Schulbands auftreten. Für die zuschauenden Schülerinnen und Schüler und für die Schulbands wird das Konzert, welches mit ca. 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauft sein wird, ein Highlight darstellen.

Am dritten Tag findet eine zentrale Abschlussveranstaltung in unserer Schule statt, um das gesamte Festival durch einen selbst gedrehten Film zu reflektieren.

 
Ziele und Zielgruppe
Im Zentrum der Podiumsdiskussion, die am 19. September 2019 stattfindet, stehen zentrale Fragen, die den pädagogischen Auftrag von Schule im Zusammenhang mit politischen Haltungen zur Diskussion stellen. Das konkrete Ziel der Workshops, die am Haupttag, den 20. September 2019 angeboten werden, liegt darin, den zahlreichen Schülerinnen und Schüler von nah und fern zu zeigen, dass es wichtig ist, für eine demokratische Zivilgesellschaft einzustehen. Die Workshops werden nicht nur informieren, sondern auch die kritische Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler stärken und das Verständnis für geflüchtete Menschen schärfen sowie das Hineindenken in die Situation vieler Geflüchteter ermöglichen. Die Workshops werden von einer Vielzahl interner und externer Personen durchgeführt, die aus dem pädagogischen, musikalischen aber auch politischen Bereich stammen. Auf der Abschlussveranstaltung findet eine Evaluation des Festivals statt. Die Zielgruppe besteht dabei ausschließlich aus Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis ca. 20.

Methodik und Didaktik
Die Workshops werden nicht nur informieren, sondern auch die kritische Urteilsfähigkeit der Besucherinnen und Besuchern stärken und das Verständnis für geflüchtete Menschen schärfen und das Hereindenken in die Situation vieler Geflüchteter ermöglichen. Neben der Fähigkeit Empathie aufzubauen, wird auch das Argumentieren geschult. Die Schülerinnen und Schüler lernen in Workshops, wie zum Beispiel "clever argumentieren", wie sie sich angemessen verbal zur Wehr setzen. Egal, ob persönliche Anfeindungen oder Anfeindungen in Form von Stammtischparolen anderer ethnischer Gruppen gegenüber, die man so nicht stehen lassen möchte. Sie lernen durch einen kurzen Theorieteil schlagfertige Methoden kennen, welche in Rollenspielen angewendet, gefestigt und ausgebaut werden sollen. Außerdem werden verschiedene Workshops etwas zum Thema "Fake-News" beitragen, die als Ziel das Erkennen von Fake-News und den Umgang mit diesen aufweisen. Es wird mit vielen interaktiven Elementen, Videos und Praxisanteilen gearbeitet.

Durchführung
Das Projekt findet vom 19. bis zum 21. September 2019 in ganz Hildesheim verteilt statt. Die Auftaktveranstaltung am 19. September findet zusammen mit ca. 600 Gästen statt. Darunter auch der Schirmherr, der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil sowie dem nieders. Kultusminister Grant Hendrik Tonne. An der dort stattfindenden Podiumsdiskussion nehmen sowohl Politikerinnen und Politiker als auch Bildungsexperteninnen und Bildungsexperten teil, die am Ende von den zuschauenden Schülerinnen und Schülern Fragen gestellt bekommen.Am 20. September finden die Workshops zum Thema Toleranz und Demokratiebildung in ganz Hildesheim statt. Über 10.000 Besucherinnen und Besuchern werden ca. zwei Workshops im Laufe des Tages besuchen. Am Abend beginnt dann das Konzert. Am 21. September wird auf der Abschlussveranstaltung ein Aftervideo präsentiert, mit dessen Hilfe sich die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick über die restlichen Veranstaltungen (Workshops usw.) verschaffen können. Abschließend erfolgt eine Evaluation mithilfe von Fragebögen.

Erwartungshaltung
Wir erwarten uns von der Durchführung, dass allen Schülerinnen und Schüler dadurch nochmals deutlich wird, dass Toleranz und Achtsamkeit wichtige Kompetenzen sind. Insbesondere wird dadurch deutlich, dass die Übernahme von Verantwortung unumgänglich ist. Ferner erhoffen wir uns durch die Vorstellung unseres Festivals im September auf dem Deutschen Lehrerforum und im November bei dem Forum der Deutschen Schulakademie, dass die Idee einer praxisnahen Vermittlung des Demokratie- und Toleranzverständnisses auf andere Schulen übertragen werden kann.

Zusammenarbeit / Akteure
Niedersachsens Ministerpräsident Stefan Weil ist Schirmherr, und er wird auch mitwirken. Alle Schulen in Stadt und Landkreis Hildesheim unterstützen das Projekt. Alle Schulen der Stadt Hildesheim machen mit. Parteien, Verbände, Firmen und viele weitere Institutionen unterstützen das Projekt und haben Beiträge zugesagt. Ferner unterstützt uns auch das Kultusministerium und die Landesschulbehörde. Neben Ministerpräsident Weil wird auch der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne bei der Auftaktveranstaltung dabei sein und an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Darüber hinaus ist auch der Bürgermeister Hildesheims, Dr. Ingo Meyer, dabei und unterstützt unser Vorhaben. Bei der logistischen Planung und Umsetzung des Projektes unterstützt uns die Hildesheimer Feuerwehr, die Stadt Hildesheim, die Polizei und das Sicherheitsunternehmen DS Gündel. Ferner unterstützt uns die Veranstaltungsfirma audiocoop, die die technische Umsetzung und die wichtigsten Planungsinhalte überblickt.

Voraussetzungen
Das Projektteam besteht aus zwölf Lehrkräften der Schulgemeinschaft der RBG Hildesheim. Ein derartiges Projekt haben wir in dieser Größenordnung noch nicht durchgeführt, allerdings werden wir durch die Firma audiocoop sehr kompetent unterstützt. Die finanziellen Voraussetzungen sind dank einer Vielzahl von Stiftungen und Unternehmen aus Hildesheim und Umgebung ebenfalls gegeben.

Zeitplan
Ab Januar 2019 erste Planungen des groben Ablaufes
Ende Mai: Verschicken der Einladungen für die Podiumsdiskussion an die Ehrengäste und Schulen sowie das Bewerben des Festivals inklusive Workshopprogramm
Mitte August: Launch der Anmeldehomepage www.toleranzfestival.de, um mit dem Anmeldeverfahren für die Workshops zu starten
Bis Ende August 2019: Einholen der finanziellen Mittel durch Sponsoren und Stiftungen
19. September 2019: Durchführung der Auftaktveranstaltung im Audimax der UNI Hildesheim
20. September 2019: Durchführung der Workshops sowie abends das Konzert in der Volksbank-Arena
21. September 2019: Durchführung der Abschlussveranstaltung

Einsatz Fördergeld
Damit weitere Schulen dieses Event durchführen können, planen wir eine Publikation sowohl in schriftlicher als auch bildlicher Form. Neben der Verschriftlichung der Planungs- und Umsetzungsschritte sowie die Evaluation unseres Festivals, wird ein Aftervideo produziert, welches die Eindrücke wiederspiegeln soll. Dieses Video ist deutlich größer als der Film, der auf der Abschlussveranstaltung präsentiert wird.

 
 
 

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Christian Andreas (li.) und Martin Wincek
Foto: Dominik Eisele/Deutsches Lehrerforum

 

 

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